Swingerclub: Der Frust nach der Lust

Die Medien sind voll mit Erfahrungsberichten von Swingern, von Paaren, die gemeinsam ihren sexuellen Horizont erweitern oder ihrem Sexleben wieder mehr Pepp geben wollen. Glaubt man den Berichten, ist der Besuch eines Swingerclubs tatsächlich das Allheilmittel für, etwas in die Jahre gekommene, Beziehungen.

Die Realität, könnte ich mir vorstellen, sieht aber oft anders aus. Wer ein wenig recherchiert wird den einen oder anderen Foreneintrag finden, der eine andere Realität widerspiegelt. Hier zwei Beispiele:

Da liest man von einer Frau, die mit ihrem Mann in einen Swingerclub gegangen ist, weil er das auch schon zuvor mit seiner Ex getan hat und es nun mit seiner neuen auch fortsetzen wollte. Um ihn nicht zu verlieren und auch aus Neugier ist sie mit gegangen. Allerdings hat sie ihren Partner einen Moment unbeobachtet gelassen und fand ihn dann nach einigem Suchen mitten in Aktion mit anderen Frauen. Das war nicht ganz das, was sie sich vorgestellt hatte.

Bei einem anderen Paar war es ebenfalls so, dass er die treibende Kraft war und seine Partnerin zu einem Besuch im Swingerclub gedrängt hat. In diesem Fall schien es allerdings ihr sehr gut gefallen zu haben, gleichzeitig von mehreren fremden Männern bedient zu werden, dass sie nach diesem gemeinsamen Besuch immer wieder heimlich alleine in einen Swingerclub gegangen ist. Ihrem Mann hat sie erzählt, sie treffe sich mit einer Freundin, gehe zum Friseur oder sie erfand eine andere Erklärung für ihr Wegsein. Der misstrauische Mann allerdings ahnte etwas und fand schließlich ihr Auto parkend vor einem Club. Irgendwann traute er sich auch, seinem Verdacht nachzugehen, ging alleine in den Swingerclub, in dem er seine Frau vermutete und fand sie dort auch mitten unter mehreren Männern, wie sie sich gerade amüsierte.

Natürlich findet man noch weitere Berichte, wo mal dem Mann, mal der Frau das eine oder andere nicht gefallen hat. Die Mehrheit scheint allerdings positive Erfahrungen gemacht zu haben.

Mich beschäftigt nun die Frage, ob es noch mehr Menschen gibt, die schlechte Erfahrungen in einem Swingerclub gemacht haben.

Gerne würde ich Deine Geschichte erfahren und darüber berichten. Über einen entsprechenden Kommentar oder eine kurze Nachricht würde ich mich freuen.

 

Artikelbild: (c) Gerd Altmann/dezignus.com  / pixelio.de

2 comments

  1. Annette Annette sagt:

    Es ist schon eine ganze Weile her, und im Swingerclub war es auch nicht. Aber dennoch war es für mich das erste Mal, Sex mit zwei Männern zu haben. Fast jedenfalls.

    Ich hatte die Gelegenheit genutzt, in der Wohnung meiner Eltern, die gerade verreist waren, zu Baden, da ich nur eine Dusche in meiner Wohnung hatte. Eigentlich sollte ich ja nur die Blumen gießen. Deshalb habe ich auch meinen Freund uns seinen Kunpel mitgenommen. Beide saßen auf der Couch, vor dem Fernseher, als ich, nur mit einem Bademantel bekleidet ins Wohnzimmer kam. Ich legte mich auf das eine Sofa, auf dem die beiden nicht saßen und kuschelte mich in eine Decke ein – sehr schön nach einem heißen Bad.

    Mein Freund hatte, wie es schien, einen gewissen Kuschelbedarf und gesellte sich zu mir. Das eine ergab das andere und irgendwann lag er auf mir drauf und sein bestes Stück glit in mich hinein – und das im Beisein seines Freundes, der noch immer zum Fernseher schaute, und so tat als würde er gar nichts mitbekommen. Als wir so dabei waren, überkam mich die Lust, Sex mit zwei Männern haben zu wollen. Da wir vorher schon oft darüber gesprochen hatten, mal einen Dreier ausprobieren zu wollen und auch schon einige Kontaktanzeigen aufgegeben hatten, sah ich für mich die Chance, unser Vorhaben nun in die Tat umzusetzen. Ich flüsterte meinem Schatz also ins Ohr, er solle seinen Freund doch zu uns rufen. Gemein, wie er machmal sein konnte, sagte er mir, wenn ich es wirklich wolle, müsse ich ihn schon selbst rufen. Zuerst zierte ich mich noch ein wenig, aber einige Stöße später war meine Lust so groß, dass ich ihn rief und aufforderte, sich näher zu uns zu setzen.

    Anscheinend war ihm die Situation aber so peinlich, dass er uns zu verstehen gab, dass wenn wir was von ihm wollten, schon wir uns zu ihm bemühen müssten.

    Wenige Augenblicke später, mein Verlangen war einfach zu groß, überwanden wir die ein oder zwei Meter, die er von uns entfernt saß und ich kniete vor ihm. Schnell war seine Hose geöffnet und sein bestes Stück hervor geholt. Wenige Augenblicke später verschwand es in meinem Mund uns ich tat alles, um ihn so richtig Steif zu bekommen, um noch mehr mit ihm anstellen zu können.

    Mein Freund kniete hinter mir und ich spürte an der Intensität seiner Bewegungen und an der Größe seines Prügels, dass auch ihm gefiel, was wir gerade taten. Er hielt meine Hüften und stieß unaufhörlich zu und zog mich immer fester zu sich. Es War einfach toll und ich wollte mehr.

    Leider gelang es mir nicht, den besten Freund meines Freundes in die Stellung zu bekommen, die ich so gerne gehabt hätte. Die Situation war ihm wohl irgendwie unangenehm. Auch als wir kurze Zeit später gemeinsam ins elterliche Schlafzimmer und das viel bequemere Bett wechselten, geschah leider nicht viel mehr. Dennoch war es eine interessante Erfahrung.

    Aber jetzt zu der eigentlichen Fragestellung „Frust danach“:

    Obwohl ich es ja selbst wollte und wir auch im Vorfeld bereits darüber gesprochen hatten und uns auch einig waren, es einmal ausprobieren zu wollen, überkamen mich so manche Zweifel danach. An dem Tag, wo es geschah, hätte ich alles getan, wenn ich es denn bekommen hätte. Danach sah es ganz anders aus. Zuerst habe ich ein wenig darüber nachgedacht, was ich da eigentlich getan hatte, wer alles davon erfahren würde und was man dann über mich denken würde. Dann war ich enttäuscht von mir, kurze Zeit verlagerte sich die Enttäuschung zu lasten meines Freunde, Wenn der nämlich zulässt, dass ich mit einem anderen rummache, dann kann er mich doch unmöglich wirklich lieben, dachte ich und gab nun ihm die Schuld, dass das alles überhaupt passieren konnte. Er wiederum verstand gar nicht, was ich ihm da unterslellte, da es aus seiner Sicht genau anders herum war. Nur weil er mich so sehr liebte, wollte er mir meinen Wunsch erfüllen.

    Irgendwie saß ich in einer Zwickmühle und kam nicht heraus. Unsere Beziehung ging dann auch kurze Zeit später auseinander. Vielleicht nicht nur wegen dieses Ereignisses, aber bestimmt auch deswegen.

    Heute weiß ich, dass er es wahrscheinlich wirklich deshalb zuließ, weil er mich liebte und wollte, dass ich mir meinen Wunsch erfüllen konnte, Sex mit zwei Männern zu haben. Wahrscheinlich waren wir damals beide zu jung und konnten mit unseren Gefühlen noch nicht so recht umgehen – wir waren, genau weiß ich das gar nicht mehr, so Anfang zwanzig.

    • Robert Robert sagt:

      So kann es einem gehen. Drum ist es bestimmt nicht nur wichtig, sich so einen Schritt (bezogen auf Swingerclub-Besuch) vorher genau zu überlegen und darüber zu reden. Ich denke, man sollte sich vielleicht auch ganz langsam herantasten und seine Grenzen ganz vorsichtig erkunden. Wahrscheinlich weiß man auch nicht immer sofort, was man von dem einen oder anderen hält und braucht ein wenig Zeit, darüber nachzudenken.

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