Make love – Ein Aufklärungsbuch

Anlass für die Erwähnung des Buches, „Make Love – Ein Aufklärungsbuch“, von Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski, das bereits seit Juni in den Regalen der Buchhandlungen zu finden ist, ist der jüngste Beitrag auf Anne-Marlene Hennings Blog mit dem Titel, „Let’s talk about Sex, Stefan!“ und mit „Stefan“ ist Stefan Raab gemeint, der Frau Henning am 30. August als Gast in seiner Sendung, TV-Total, begrüßte und über Ihr Werk sprach.

Grund genug, noch mal ein wenig genauer hin zu schauen.

Das Buch, „Make Love – Ein Aufklärungsbuch“, das im Verlag Rogner & Wegner, mitterweile bereits in der zehnten Auflage, erschienen ist, versteht sich als modernes Aufklärungsbuch und richtet sich in erster Linie an Jugendliche. Das Buch macht Schluss mit so mancher Pornolüge und nimmt dadurch Leistungsdruck und Ängste. Die tabulose und klare Sprache, die wirklich kein Thema auslässt, wird begleitet von Illustrationen der Fotografion Heji Shin, die echte junge Paare gefunden hat, die sich für dieses Buch in eindeutigen Posen haben ablichten lassen. Die Deutlichkeit der Bilder wird bestimmt noch die eine oder andere Diskussion entfachen.

Schaut man sich die Kundenrezensionen bei Amazon zu diesem Buch an, fallen diese fast ausnahmslos äußerst positiv auf. Die einzig negative kommt von „Martina“. Sie findet „alles ganz normal“ und sieht ihre Erwartungen, die die Kritiken zum Buch in ihr geweckt haben als nicht erfüllt an. Es sei nicht anders als die gängige Literatur zur Aufklärung, meint sie und fordert auf sich die aktuellen Broschüren zur Aufklärung für Kids anzuschauen.

Andere Rezensionen fallen da deutlich positiver und fast schon euphorisch aus:

Mit der Überschrift, „Sexuelle Aufklärung ohne Schranken“, berichtet eine Mutter, die bei der Aufklärung ihrer zwölfjährigen Tochter keine Fehler machen wollte und deshalb auf der Suche nach einem Buch als Hilfestellung war, wie modern, frech und sympatisch das Buch geschrieben ist. Da ihr die zahlreichen Intimbilder junger Paare zu gewagt erschienen, schmökerte sie gemeinsam mit ihrem Mann im Buch. Dabei stellten sie fest, dass „Make love“ durchaus noch interessante Informationen für erfahrene Erwachsene bereit hält.

Dass auch Erwachsene, die glauben, schon alles zu wissen, noch Informationen aus diesem Buch herausholen können, bestätigt die Überschrift eines weiteren Schreibers: „Man kann ja noch immer etwas lernen…“, schreibt er. Das Buch war eigentlich für seinen 14-jährigen Neffen gedacht, nach Ansicht der Bilder, die „wirklich alles zeigen“, will er vor der Schenkung seine Schwester fragen. Sein Neffe bekäme dann allerdings ein neues Exemplar, seines gebe er nicht wieder her, schreibt er. Wieder ein anderer spricht von einem „Must have“, da wirklich alle Aspekte der Sexualität Beachtung finden.

Diese Aufzählung ließe sich wohl noch sehr lange fortführen, zusammenfassend kann man das Buch vielleicht mit folgenden Stichwörtern beschreiben:

Klare unverblümte Sprache, deutliche Bilder, die alles Zeigen, alle Aspekte der Sexualität berücksichtigt und auf dem aktuellsten Stand. Nicht nur für Jugendliche – auch für Erwachsene interessant.

Die Deutlichkeit der Abbildungen sorgt bei vielen für Irritationen, wenn es darum geht, das Buch an Minderjährige weiter zu geben, trotz der zugesprochenen Ästhetik der Bilder.

Zum Abschluss noch einige Überschriften von Rezensionen, die für sich selbst sprechen:

  • „Freie Sexualität ist hoch Gesundheitsfördernd“
  • „Das Beste Aufklärungsbuch aller Zeiten“
  • „Ästhetisch, lehrreich, einfach gut“
  • „Fern ab von ‚Bienchen und Blümchen‘ und Klapperstorch…“
  • „KLar, eindeutig ohne Tabus“

Hier noch einige Links:

doch-noch.de – Der Blog von Ann-Marlene Henning

TV-Total – Der mit Stefan Raab und Ann-Marlene Henning

Make Love: Ein Aufklärungsbuch – Leseprobe des Buches bei Amazon

Ein Kommentar

  1. Annette Annette sagt:

    Das Buch hatte ich neulich mal zwischen die Finger bekommen … Die Bilder sind tatsächlich ein wenig gewagt. Nicht dass man in entsprechenden Magazinen nicht wesentlich schärfere Bilder sehen würde, aber wenn ich mir vorstelle, ich würde mit diesen Bildern versuchen meinem Kind zu erklären, wie das mit den Blumen und den Bienen funktioniert, würde ich mir schon ein wenig blöd vorkommen …. und das Buch einfach unter der Tür durchschieben und dann für drei Wochen verreisen wär auch irgendwie doof….

Kommentar verfassen