Feigenblatt das Magazin für Erotisches gibt auf – vorerst

feigenblatt_titelbild_28Das Magazin für Erotisches, Feigenblatt, erscheint nicht mehr, wie die Herausgeberin Anja Braun auf ihrem Blog bereits am 6. Januar mitteilte. Die geplante März Ausgabe zum Thema „Scham“ wird nicht mehr veröffentlicht.

Elf Monate nach der Geburt ihrer Zwillinge gibt Anja Braun, Verlegerin des erotischen Magazins Feigenblatt, bekannt, dass die für März geplante Ausgabe nicht mehr erscheinen wird. Ob und in welcher Form das Magazin irgendwann fortgeführt wird, lässt Frau Braun allerdings offen. In absehbarer Zeit werde man kein neues Feigenblatt herausgeben, jedenfalls nicht in der gewohnten Form, schreibt sie.

Bereits im vergangenen Jahr haben Anja und Herbert Braun nur zwei statt der üblichen vier Ausgaben des Feigenblatt veröffentlicht, da die Betreuung ihrer Zwillinge sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hat als erwartet. Zeit, die fehlte, um ihr Projekt, die Zeitschrift, in der bekannten Form und im gewohnten Umfang herausgeben zu können.

Als im Oktober vergangenen Jahres die Babypause offiziell als beendet erklärt wurde (zum Beitrag), glaubte man, bald alles in den Griff zu bekommen. Vielleicht wurde die Zeit, die Kinder und ganz besonders Zwillinge, benötigen, falsch eingeschätzt, denn nicht einmal zwei Monate nach der Veröffentlichung der Ausgabe 28 des Magazins, „Zwischen Kopf und Körper“, die das Ende der Babypause einläuten sollte, gibt Anja Braun das Einstellen des Magazins bekannt.

„Die Woche vor dem Redaktionsschluss Tag und Nacht durchzuarbeiten, war kein Problem, da man hinterher Zeit zum Regenieren hatte. Wie wir aber bei den letzten beiden Ausgaben gemerkt haben, ist so eine Heftproduktion mit kleinen Kindern nur möglich, wenn man über deren Bedürfnisse hinweggeht – und das wollen wir beide nicht.“, gibt Frau Braun als Begründung für die Einstellung des Magazins an. Auch stimme das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag nicht und es fehle derzeit an der notwendigen Neugier und dem Enthusiasmus, um die Zeitschrift in der gewohnten Qualität fortzuführen.

Auch wenn es, zumindest auf umbestimmte Zeit, kein neues Feigenblatt geben wird, bleibt die Website mit dem Online-Shop am Netz. Hier sollen demnächst die bisher erschienenen Ausgaben zusätzlich in digitaler Form erhältlich sein.

Zu den Abonnenten werde man im Laufe des Monats Kontakt aufnehmen, um zu klären, was mit bereits bezahlten Geldern passieren solle, informiert die Ex-Herausgeberin.

Link zum Feigenblatt – Dem Magazin für Erotisches

 

Update (06.10.2015)

Link zum Beitrag Erotisches Magazin Feigenblatt sammelt Geld für Neuanfang

 

Ein Kommentar

  1. Robert Robert sagt:

    Wirklich schade!

    Aber wie schon die meisten Kommentarschreiber auf dem Feigenblog, glaube ich, dass es die richtige Entscheidung ist, seine Zeit seinen Kindern zu widmen und dafür das Magazin aufzugeben – wenigstens vorerst.

    Auf jeden Fall ist diese Entscheidung besser, als wenn sie anders herum ausgefallen wäre.

    Schade, dass es offensichtlich keinen Weg gegeben hat, beides unter einen Hut zu bringen. Wollte niemand mithelfen, oder konnte man keine Aufgaben abgeben?

    Das werden wir wohl so bald nicht erfahren.

    Auf jeden Fall wünsche ich den beiden jungen Eltern alles Gute und hoffe, dass der Zeitaufwand für die beiden Kinder irgendwann klein genug wird, um sich wieder dem Magazin zu widmen – wäre wirklich schade, wenn es vollends verschwinden würde.

Kommentar verfassen