Tanz der Aphrodite

Einige Tage vergingen, und Tia irrte noch immer in der unendlichen Weite der Sahara umher. Sie war durstig, und ihr Verstand begann bereits zu schwinden. Sobald die glühend heiße Sonne am Himmel jedoch ins Reich der Nachtruhe verschwand und an ihrer Stelle der Mond über die Erde kam, fühlte Tia, wie ihre Kraft wiederkehrte. Ihre Sinne wurden wie die eines Tieres. Selbst, wenn der Mond wolkenverhangen war, konnte sie mühelos in der Finsternis sehen. Tias Körper kribbelte. Sie spürte eine Kraft in sich wie niemals zuvor. Das Leben pulsierte in ihren Adern, und sie war froh, dass man sie verstoßen hatte. Nacht für Nacht wälzte sie sich im kühlen Sand und stillte ihre Lust. Tia hatte noch immer keine Ahnung, was mit ihr geschehen war, doch sie fühlte, dass die Götter sie gesegnet hatten. Gesegnet mit der unbändigen Gier nach Leben.

In dieser Nacht war es soweit. Der Mond stand silbern und kalt am Himmel und zeigte sein volles Gesicht. Er war zum Greifen nah, und Tia folgte seinem Licht bis sie schließlich an eine Höhle gelangte, die etwas höher in den roten Felsen lag. In der freudigen Erwartung auf ein geschütztes Plätzchen, bestieg Tia die kleine Anhöhe und betrat die Höhle. Sie lächelte. Die Mondgöttin selbst musste sie hierher geführt haben, dessen war sich Tia sicher.

Ein schwaches Feuer brannte im Inneren der Höhle, und davor lag ein einfaches Tuch auf dem Boden. An den spitzen Wandvorsprüngen hingen Schlangenhäute und die Felle von Wüstenfüchsen. Hier lebte also jemand, nur konnte Tia keine Menschenseele sehen. Als sie jedoch näher ans Feuer trat, um sich zu wärmen, spürte sie plötzlich einen spitzen Gegenstand in ihrem Rücken. Sie hielt die Luft an und rührte sich keinen Zentimeter von der Stelle.

„Was hast du hier zu suchen?“, knurrte eine offensichtlich männliche Stimme.

„Ich sah die Höhle und dachte, es wäre ein guter Ort für die Nacht“, erwiderte Tia mit bebender Stimme. „Ich irre schon seit Tagen in der Wüste umher und bin erschöpft.“

Der Gegenstand an ihrem Rücken verschwand, und Tia drehte sich langsam um.

„Ich bin Tia“, sagte sie, doch als sie den Fremden erblickte, blieb ihr jedes weitere Wort im Halse stecken.

Vor ihr stand ein hünenhafter Mann mit ausladenden Muskeln und schmalen Hüften. Seine dunklen Augen hatten einen undurchdringlichen Ausdruck, und auf seinem Mund lag ein verkrampfter Zug. Als er jedoch an Tia hinunterblickte, weiteten sich seine Augen, und ein freudiges Lächeln umspielte seine Lippen. Tia war noch in derselben Aufmachung, wie am Abend des Festes. Ihre Brüste schimmerten im Schein des Feuers, und ihr flacher Bauch hob und senkte sich im Takt ihres Atems.

Der Fremde fuhr sich mit den Fingern durch das schwarze Haar und bedeutete Tia, Platz zu nehmen. Sie folgte der Aufforderung, ohne ihn dabei aus den Augen zu lassen. Er war kein Ägypter, das sah Tia sofort. Er überragte die Männer ihres Volkes um einige Köpfe, und sein Körperbau war weitaus kräftiger. Sein Gesicht war kantig und wurde von einem Bart geziert, der Oberlippe und Kinn bedeckte und bis zur Brust mit den eingemeißelten Muskeln reichte. Darin waren kleine Zöpfe geflochten, die bei jeder seiner Mimik auf und ab hüpften. Seine fast schwarzen Augen waren leicht schräg gestellt, und an seiner linken Wange befand sich eine große Narbe, die sich quer über die Gesichtshälfte zog. Trotz alledem war Tia fasziniert von diesem Mann.

„Bist du durstig?“, fragte er mit einer tiefen Stimme, die Tia einen Schauer über den Rücken jagte.

Sie nickte, und augenblicklich reichte er ihr einen Lederbeutel, den sie gierig an die ausgetrockneten Lippen hielt. Er ließ sie ebenfalls nicht aus den Augen. Ein kleines Rinnsal Wasser lief aus Tias Mund und bahnte sich seinen Weg über ihren schlanken Hals, zwischen ihren Brüsten entlang bis zu ihrem Bauchnabel.

Als Tia den Beutel absetzte und ihn ansah, bemerkte sie die Beule, die sich unter seinem ledernen Lendenschurz abzeichnete. Ihr wurde heiß. Instinktiv wusste sie, dass der Fremde ein ähnliches Schicksal wie sie besaß, denn unter seiner bronzefarbenen Haut schlummerte etwas Animalisches.

„Wie heißt du?“, wollte sie wissen und reichte ihm den Lederbeutel.

„Jal“, antwortete er schlicht und starrte sie weiterhin unverhohlen an.

„Du bist nicht von hier“, stellte Tia fest, und er schüttelte den Kopf.

„Ich komme aus einem Land, welches jenseits des Meeres liegt. Ich wurde vertrieben, weil ich Menschen verletzt habe ohne es zu wollen.“

Tia senkte den Kopf. Sie hatte also recht mit der Annahme, dass Jal ebenso eine Bürde trug, wie sie selbst.

„Ich auch“, flüsterte sie, und ihr Atem beschleunigte sich.

Durch ihren dichten Wimpernkranz schickte sie Jal einen eindeutigen Blick. Sie spürte, dass sich zwei Menschen getroffen hatten, die zusammengehörten. Kinder des Mondes, auserwählt, um in alle Ewigkeit zusammen zu sein. Bei der Vorstellung, seinen perfekten Körper auf dem ihrigen zu spüren, reagierte ihr Unterleib. Ein bekanntes Ziehen machte sich dort breit, und Tia bemerkte, wie sie feucht wurde. Ihre Knospen richteten sich unter seinem starren Blick auf, so als wollten sie ihn locken.

Mit einer Handbewegung löste sie den Gürtel von ihren Hüften und saß nun splitternackt vor Jal. Hörbar sog er die Luft ein und zögerte nicht. Er tat es Tia gleich und befreite sich von seinem Lendenschurz, so dass sie einen freien Blick auf seinen Penis hatte. Tias Augen weiteten sich erfreut. Sein Schwanz stand hart und glänzend in die Höhe. Bewundernd blickte Tia auf die dicken Adern, die deutlich hervortraten und in ihr den Wunsch weckten, diesen prächtigen Prügel in sich zu spüren.

In Vorfreude darauf leckte sie sich genüsslich über die Lippen. Jal und Tia saßen sich im hellen Feuerschein gegenüber und betrachteten ihre Körper. Tia spreizte ein wenig die Schenkel, um ihm einen besseren Blick auf ihre bereits tropfende Spalte zu ermöglichen. Daraufhin kam Jal auf allen Vieren zu ihr gekrochen. Fasziniert beobachtete Tia das Spiel seiner stählernen Muskeln, die sich unter der Haut abzeichneten. Seine Augen funkelten gefährlich, und die Narbe an seiner Wange zuckte. Hätte Tia ihn zu einem anderen Zeitpunkt kennengelernt, wäre sie wahrscheinlich schreiend davongelaufen, aber in diesem Moment war er das begehrenswerteste Wesen, was ihr je untergekommen war. Er verströmte einen männlichen, herben Duft, und alleine diese Tatsache raubte Tia fast den Verstand.

Ihr Herz klopfte wie verrückt, als Jal ihr jetzt so nah gegenüber saß, dass ihre Nasenspitzen sich berührten. Vorsichtig streckte er eine Hand aus, um ihre Wange zu streicheln. Tia schloss die Augen. Doch im nächsten Moment packte Jal sie brutal bei den Haaren und zog ihren Kopf nach hinten. Tia schrie auf, aber das brennende Gefühl auf ihrer Kopfhaut verwandelte sich schnell in wohliges Prickeln. Sie hatte sich nicht getäuscht. Jal war ein Tier wie sie und mochte es anscheinend hart und animalisch. Sie ließ sich fallen und vertraute einem völlig Fremden.

Ihren Haarschopf immer noch in seiner groben Hand, näherten sich seine Lippen den Ihren. Tia öffnete ihren Mund ein wenig, und wie auf Kommando presste Jal seine Zunge hinein. Fordernd erforschte er ihre Mundhöhle, biss in ihre Lippen und drückte ihren Kopf so hart gegen seinen, dass Tia schmerzerfüllt das Gesicht verzog. Gleichzeitig jedoch breitete sich in ihrem Körper eine angenehme Wärme aus, die sich in ihrem Unterleib sammelte. Zwischen seinen drängenden Küssen, entwich ihr ein Stöhnen. Ihre Hand fuhr zu seiner muskulösen Brust, und sie strich begeistert darüber. Noch nie hatte sie Haare auf der Brust eines Mannes gesehen, da die Ägypter sich meist sämtliche Körperbehaarung entfernten.

Jal ließ ihren Kopf los und widmete sich ihrem Rücken. Tia spürte die Schwielen an seinen Händen und bekam eine Gänsehaut vor Wonne. Ihr wortkarger Liebhaber hielt nicht viel von Zärtlichkeit, denn ebenso abrupt wie er sie geküsste hatte, ließ er jetzt von ihr ab. Sein Blick glitt über ihren Körper und er griff nach Tias Brüsten. Unsanft knetete er sie und kniff dabei in die harten Nippel. Tia keuchte auf, und Jal nahm es mit der Andeutung eines Grinsens zur Kenntnis. Er wog ihre Brust in seinen Händen und stülpte seine Lippen über die gereizten Knospen. Während seine Hand immer weiterknetete, tanzte seine Zunge über die dunklen Brustwarzen. Immer schneller und härter, bis Tia schließlich mit einem Aufschrei ihren Kopf nach hinten warf und ihr der Saft an den Schenkeln entlang lief. Mit der freien Hand tastete Jal nach der Quelle von Tias Lust und stieß mit den Fingern hinein. Er war grob, doch Tia wand sich in unbändiger Gier nach diesem Mann. Ihre Haut begann zu glühen, und das Feuer in der Mitte der Höhle, schlug hohe Flammen. Jal nahm einen Nippel zwischen seine Zähne und biss leicht hinein. Sofort schoss eine weitere Fontäne heißer Saft aus ihr hinaus, den Jal auf ihren Schenkeln verrieb. Er zog ihre geschwollenen Schamlippen auseinander und umkreiste die dunkelrote Perle. Dann drückte er Tia unsanft auf den harten Boden und massierte immer schneller ihre Klitoris.

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