Tanz der Aphrodite

Dann stieg sie aus den Fluten, legte sich entspannt ans Ufer und winkelte die langen Beine an. Der unbekannte Beobachter hatte jetzt uneingeschränkte Sicht auf die nasse Perle zwischen ihren Schenkeln. Tias spitze Knospen ragten in die Höhe, und sie führte mit einem sinnlichen Seufzer ihre Finger in die feuchte Höhle. Unerträglich langsam begann sie ihre Klit zu streicheln und zog dabei die geschwollenen Schamlippen auseinander. Ehe sie es sich versah, lief ihr der Saft in Strömen über die Poritze, und Tia beschleunigte ihre Massage. Immer schneller kreisten ihre Finger um die pochende Stelle zwischen ihren Beinen, und ihr Unterleib bewegte sich, als würde sie einen aufreizenden Tanz vollführen. Ihr Atem kam nur noch stoßweise, und ihr Herz raste. Schneller, immer schneller stieß sie die Finger in ihr tropfendes Loch.

Sie fühlte, wie sich ihre Seele von ihrem Körper löste. Tia schwebte und sah auf sich herab, wie sie sich vor Lust wand, einer Schlange im Todeskampf gleich. Ihre Haut brannte und das nicht im übertragenden Sinne. Sie spürte, wie sich langsam kleine Flammen ihres Körpers bemächtigten und alles um sie herum versenkten. Es gab nur sie und ihre unstillbare Gier.

Tia keuchte. Ihr Leib begann zu zucken, und sie brüllte auf. Wie ein Tier schrie sie ihre Lust in die Gluthitze des Mittags und ergoss sich im selben Moment in einer Fontäne ihres Saftes. Nur langsam gelang es Tia, ihren Körper wieder untere Kontrolle zu bringen. Die Flammen züngelten noch eine Zeit lang um sie herum, ehe sie erloschen.

Sie öffnete die Augen, die nach ihrer Explosion pechschwarz waren und wie glühende Kohlen funkelten, und schaute direkt in das angsterfüllte Gesicht ihres bis dahin heimlichen Verehrers. Ihre Gesichtszüge entspannten sich, und auch ihre Augen, nahmen langsam wieder ihre normale Farbe an. Tia lächelte, als sie den Beobachter erkannte.

„Na, hat es dir gefallen, Ari?“, säuselte sie und streichelte sich aufreizend über den Bauch. „Hast du abgespritzt?“

Der Junge nickte verhalten und schluckte.

„Wie hast du das gemacht?“, presste er hervor. „Ich habe dich brennen sehen. Überall war Feuer und deine Augen…“

Tia war blitzschnell auf den Beinen. Es war also nicht nur ein Gefühl gewesen. Ari hatte es auch gesehen. Sie stand in Flammen. Blitzschnell preschte sie nach vorne und packte Ari an der Kehle.

„Wenn du auch nur jemanden ein Sterbenswörtchen davon erzählst, ersaufe ich dich wie einen räudigen Hund“, zischte sie drohend. „Hast du das verstanden?“

Der Junge nickte ängstlich, und als Tia ihn losließ, ergriff er eiligst die Flucht.

„Dummkopf“, murmelte sie, als sie ihre Galabia wieder anlegte und nach dem Lederbeutel griff.
Am Abend sollte es ein Fest geben, und Tia war noch nicht ganz mit den Vorbereitungen fertig. Man hatte sie gebeten, für die Anwesenden zu tanzen, denn niemand in der Sippe bewegte sich so anmutig wie sie. Durch ihr kleines, heißes Abenteuer hatte sie wertvolle Zeit verloren und musste sich nun sputen. Bei dem Gedanken daran wurde ihr erneut heiß, doch Tia wollte ihre Energie sparen, denn ihr Tanz am Abend sollte der Höhepunkt der Feier werden.

 

Tia verließ ihr Zelt und war bereit, ihren Tanz vorzuführen. Die Augen waren dick mit grünem Malachit und Bleiglanz geschminkt, die sinnlichen Lippen zierte roter Ocker. Die Haare waren zu vielen, kleinen Zöpfen gebunden, und Perlen wurden eingeflochten. Tias Oberkörper war nackt und glänzte verführerisch, da sie ihn reichhaltig eingeölt hatte und zusätzlich ihren Busen mit Goldstaub verzierte. Um den Hals lagen Ketten und ein Halskragen, der oberhalb ihrer Brüste endete. Natürlich war dieser Schmuck nichts im Vergleich zu dem der Edelleute am Hofe, dennoch galt er auch unter den Mitgliedern des Beduinenstammes als Statussymbol. Um Tias schmale Hüften lag weiterer Schmuck in Form eines goldenen Gürtels, einem Lendenschurz ähnlich, der nur sehr halbherzig ihre Scham bedeckte. Bei jedem Schritt wippte der dünne Stoff nach oben und ließ einen freien Blick auf ihren runden Po zu. In jeder Hand, zwischen Daumen und Mittelfinger, hielt sie eine Zimbel, mit der sie sich zum Tanz begleitete. Ihre zarten Fußgelenke waren mit diversen Goldreifen geschmückt, die zusätzlich in der lauen Nachtluft klimperten.

Ausgelassenes Gelächter und Geschnatter drang an Tias Ohr. Noch heute Morgen war sie über diese Fröhlichkeit erbost gewesen, doch jetzt war es der passende Rahmen, um ihren Körper zur Schau zu stellen. Tia mochte es, wenn man sie bewunderte oder – so wie Ari es tat– beobachtete. Sie wusste um ihre Attribute, und heute Nacht würde sie ein jeder zu sehen bekommen.

Tia schlenderte zum Festplatz und positionierte sich gekonnt neben dem Feuer. Als der Schein der Flammen sich auf ihrem jungen Körper spiegelte, war es unter den Gästen schlagartig ruhig. Wie gebannt, die Männer mit offenen Mäulern, starrten sie auf Tia, die wie ein vom Himmel gefallener Stern glänzte. Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht, während sie geschmeidig ihre Arme über den Kopf nahm und die Zimbeln aneinander schlug. Ihre dunklen Augen sahen jeden einzelnen der Anwesenden eindringlich an, und langsam begann sie, ihre Hüften zum Takt der Zimbeln kreisen zu lassen. Ihre Brüste wippten bei jeder Bewegung aufreizend mit, und ein sanfter Nachtwind umspielte ihre Haut. Unaufhörlich schwang sie ihr Becken, drehte sich im Kreis und wirbelte herum. Immer flinker schlug sie die kleinen Instrumente in ihrer Hand gegeneinander, bis sie ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle hatte.

Die Flammen des Feuers schlugen hoch, als ihre Hüften immer aufreizender vibrierten. Ihre rosigen Knospen standen neckisch in die Höhe, und ihre Augen verdunkelten sich zusehends. Tia keuchte unter der Anstrengung des Tanzes und der Erregung, welche dieser bei ihr auslöste. Sie verfiel in Ekstase. Ihr Leib zuckte und bebte, während sie sich wie eine Schlange wand. Ihr Blick glitt über die glotzende Menge, und mit Zufriedenheit stellte sie fest, dass sich einige der Männer bereits selbst anfassten. Ihre Hände waren unter den Lendenschürzen verschwunden, und mit glühendem Eifer, bearbeiteten sie damit ihre Prügel. Andere stellten ihre harten Schwänze gleich so zur Schau, und Tia rann beim Anblick der Lanzen bereits der Saft aus der Möse.

Die Frauen bemühten sich ebenfalls nicht, ihre Lust zu verheimlichen. Einige kneteten ihre Brüste oder verwöhnten sich gegenseitig. Die Sippe schien nicht mehr Herr ihrer Sinne zu sein, und das stachelte Tia an, sich noch freizügiger zu bewegen. Ihr Herz klopfte wie wild, und sie war selbst mehr als erregt. Durch ihren Tanz brachte sie sich in die Nähe eines Orgasmus und spürte, wie Flammen an ihren Beinen umher züngelten. Gierig leckten sie an Tias zarter Haut ohne auch nur einen Millimeter davon zu versengen. Immer weiter krochen sie an Tias Schenkeln entlang, bis sie ihre empfindlichste Stelle erreichten und sich dort vereinten.

Tia warf den Kopf in den Nacken und ergoss sich mit einem lauten Schrei. Im selben Moment schossen aus den Schwänzen der Männer Ladungen von milchigem Sperma in ihre Richtung. Auch die Frauen kamen mit lustvollen Seufzern zum Höhepunkt. Entkräftet sank Tia zu Boden und verharrte einen Moment in sitzender Position. Die Flammen verschwanden, und auch ihre Augenfarbe normalisierte sich.

Als sie zu sich kam, sah sie in die Runde. Die Leute starrten sie entgeistert an. Niemand wusste, was geschehen war. Sie hatten sich wie Tiere aufgeführt, getrieben von Lust und Gier, und bemerkten es nicht einmal. Mit ernstem Gesicht trat Bahir an Tia heran, begleitet von ihrem Vater.

„Es ist zu spät“, sagte Bahir. „Sie ist im Bann der Göttinnen. Tia muss die Sippe auf der Stelle verlassen!“

Tia verstand den Sinn dieser Worte nicht, doch ihr Vater nickte ernst und betrübt zugleich. Noch ehe Tia etwas erwidern konnte, schrien einige der Männer schmerzerfüllt auf und krümmten.

„Sieh, was du getan hast, Tia!“, rief Bahir verzweifelt. „Du hast sie mit deiner Gier angesteckt, und nun werden sie sterben. Wir sind alle verflucht.“

Tia wurde von den Männern, die nicht von der seltsamen Krankheit befallen waren, gepackt und in die Wüste geschleppt. All ihr Zetern und Weinen half nichts. Brutal stießen sie das junge Mädchen in den Sand und spuckten auf sie.

„Lass dich nie wieder blicken“, brüllten sie zornig und verpassten Tia noch ein paar Fußtritte.

Weinend und klagend wurde sie skrupellos in der Nacht zurückgelassen, ohne dass man ihr erklärte, was überhaupt geschehen war.

Seiten: 1 2 3 4

Kommentar verfassen