Tanz der Aphrodite

Tanz der Aphrodite

Eine erotische Kurzgeschichte aus

Fantasia – die Lust der alten Götter

von Ava Pink

(mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

 [kkstarratings]

Damals, zur Zeit der alten Griechen, als sich ein gewisser Eurobia einer Magd näherte, ihr heiße Schwüre ins Ohr flüsterte und sich von ihrer Leidenschaft verführen ließ, verdunkelte sich der Mond, und der Himmel schien zu weinen. Dieses Naturereignis hatte nichts mit seinem Techtelmechtel zu tun, so dachte der junge Herr Eurobia, dennoch war es für die Magd Grund genug, in den Orden der Priesterinnen einzutreten. Eurobia hingegen nahm diese Entscheidung mit einem Schmollmund und einem unverständlichen Schulterzucken hin, war die Magd doch das liebste Spielzeug, was der Sechzehnjährige zu diesem Zeitpunkt besaß. Er vermisste die Feuchte, mit der sie seinen jugendlichen Schwanz eingehüllt hatte und die Glut in ihren Augen, als er keuchend auf ihr lag.

Ein paar Tage später jedoch bereute Eurobia, dass er die Magd jemals kennengelernt hatte, als er einer schweren Krankheit erlag, die ihn binnen weniger Stunden dahinraffte. Niemand schlussfolgerte daraus, dass der Mond etwas damit zu tun oder gar Eurobia mit seinem unziemlichen Verhalten dazu beigetragen hatte, denn er war ja der Stolz seiner nun trauernden Eltern.

Noch nach seinem Tod schlug man Eurobias Vater auf die hängenden Schultern und versicherte ihm, was für ein wundervoller Mann Eurobia geworden wäre. Doch der Sohn war tot, und selbst die ehrlich gemeintesten Bekundungen blieben ohne Erfolg. Selbst die Gelehrten wussten sich keinen Rat, bis ein Mann aus Ägypten im trauergeschwängerten Hause des Eurobia I. auftauchte und Licht ins Dunkel brachte.

„Der Mond“, so erklärte er, „ist ein launisches Wesen, welches manchen Mann unmenschliche Kraft verleihe, anderen jedoch zum Verhängnis werde. So könne der Mond dazu beitragen, dass eines Mannes Kraft schwindet, wenn er in besagter Vollmondnacht einer Frau beiwohne. Es könnte aber auch passieren“, sprach er weiter, „dass Männer sich in wilde Tiere verwandelten und eine Frau so wollüstig würde wie eine Nymphomanin.“

Er selbst habe dieses Phänomen des Öfteren in Ägypten beobachtet, erklärte er. Frauen, so feucht wie eine fruchtbare Oase und Männer, die sie mit ihren Lanzen aufspießten.

„Und woran kann man erkennen, dass der Mond den Männern wohlgesonnen ist, und sie nicht dahinrafft, wie den armen Eurobia?“, wollten die griechischen Männer wissen.

„Das, meine lieben Freunde, hängt ganz und gar von den Göttinnen ab“, sagte der Ägypter wissend. „Wenn sie bereitwillig ihre Schenkel spreizen und ihre Leiber zur Vereinigung bereit sind, wird der Mond voll und prall am Himmel stehen. Sein Licht stellt dann selbst die Sonne in den Schatten.“

Damit verließ der alte Ägypter Griechenland und wusste ganz genau, dass die Männer von nun an Nacht für Nacht in den Himmel starren würden.

 

Tia schöpfte Wasser aus dem kleinen See, welcher das Herzstück der Oase bildete. Dieser abgeschiedene Ort lag inmitten der Wüste, umsäumt von Dattelpalmen, einem kleinen Olivenhain, sowie Granatäpfeln und Aprikosenbäumen. Tia lebte schon ihr ganzes Leben in ad-Dachla, kannte jeden Einzelnen ihrer Sippe und fragte sich oft, was es wohl außerhalb der Oase gab. Zu gerne würde sie die Wüste durchqueren, auf der Suche nach den Fremdländern, so wie es einst Bahir, der Seher, getan hatte. Doch sie war nur eine Frau, dazu gezwungen, ihr Dasein weiterhin in der Oase zu fristen und darauf zu warten, dass jemand sie heiratete.

Aus der Ferne drang Gelächter an ihr Ohr. Tia drehte sich um, und ihre dunkelbraunen Augen funkelten zornig. ‚Wie kann man angesichts der Langeweile, die hier herrscht, nur so fröhlich sein?‘, dachte sie grimmig.

Tag ein Tag aus derselbe Ablauf. Dieselben Geschichten, dieselben Gesichter. Jeden Tag dieselben, ermüdenden Tätigkeiten. Wütend warf Tia ihren ledernen Wasserbeutel in den Sand. Sie fühlte sich eingesperrt wie ein Tier. Rastlos und umtriebig. Sie war nervös, angespannt, und bei der kleinsten, dummen Bemerkung in ihre Richtung, benahm sie sich wie eine Furie. So hatte Tia erst vor wenigen Wochen Bunefer, ihrer Nachbarin, eine schallende Ohrfeige verpasst, nur weil sie Tia darauf hingewiesen hatte, besser darauf zu achten, dass ihr Brot nicht verbrannte. Bahir beobachtete ihr Verhalten mit Sorge und sprach daraufhin mit Tias Vater.

„Es wird bald soweit sein, mein Freund. Der Mond zieht Tia in seinen Bann, und wenn du bis dahin nicht den passenden Mann für sie gefunden hast, wird sie verrückt werden. Sie wird sich den Chimären der Wüste anschließen, immer auf der Suche nach Männern, an denen sie ihre Gier stillen kann.“

Tias Vater waren die Veränderungen seiner Tochter ebenfalls aufgefallen. Er wusste um das Schicksal, welches sie zu erwarten hatte. Bei ihrer Geburt stand der Mond auch prall und rund am Himmel und schickte sein kaltes Licht zur Erde. Tia begrüßte den nächtlichen Freund mit einem zornigen Schrei, und Bahir sagte voraus, dass sie im Bann der Aphrodite geboren war.

Tia wusste von all dem nichts. Sie wunderte sich nur über die Veränderungen, die sie seit Tagen an ihrem jugendlichen Körper spürte. Ihr Herz raste wie Wildpferde im Galopp. Ihr Blut rauschte durch ihre Adern wie ein vernichtender Sandsturm. Sie fieberte, obwohl sie kerngesund war, und zwischen ihren Schenkeln machte sich ein Ziehen breit, sodass ihr fast die Sinne schwanden.

Sie seufzte und sah sich noch einmal um. Es war niemand in der Nähe, denn die Sonne stand hoch am Himmel, und die Sippe hatte sich in ihre Zelte zurückgezogen. Es war der perfekte Zeitpunkt für ein Bad in dem kühlen Nass, welches wie ein blauer Spiegel vor ihr schimmerte.

Langsam ließ sie ihre Galabia von den schmalen Schultern gleiten und watete geschmeidig ins seichte Wasser. Ihr Körper bewegte sich dabei wie der einer Katze. Ihr ebenholzschwarzes, glattes Haar reichte ihr bis zu den Hüften, und umhüllte sie wie ein natürlicher Schleier. Während Tia sich genüsslich das Wasser über die schlanken Arme laufen ließ, vernahm sie hinter sich ein entzücktes Keuchen. Sie neigte leicht den Kopf zur Seite und grinste verstohlen. Sie war also doch nicht ganz alleine. Jemand anderes suchte in der heißen Mittagszeit nach einem Vergnügen und offensichtlich hatte er es gefunden.

Tia beugte ihren Körper weit nach vorn und streckte ihren wohlgeformten Po in die Höhe, so dass der für sie unsichtbare Beobachter eine gute Sicht auf ihre Spalte bekam. Ihr Treiben wurde mit einem weiteren lustvollen Stöhnen belohnt, und Tia fand Gefallen daran, dass ihr jemand zusah. Sie spreizte leicht die Schenkel, nahm eine Handvoll Wasser und wusch äußerst gründlich ihre bereits feuchte Scham. Dabei schloss sie die Augen und wiederholte den Vorgang, doch diesmal drangen ihre Finger tiefer in den Spalt. Ein kehliger Laut verließ ihre fein geschwungenen Lippen, und sie spürte, wie sich die Knospen ihrer festen Brüste aufrichteten. Tia drehte sich leicht zur Seite, um ihrem Zuschauer einen Blick auf ihren flachen Bauch und den Busen zu gönnen. Mit den Händen fuhr sie an ihrem Körper entlang, bis sie ihre Brust erreichte. Sie zwickte sich leicht in die harten Nippel und vernahm augenblickliches Keuchen aus dem Gebüsch. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen und ihre, mit schwarzer Kohle umrandeten Augen, blitzten neckisch. Tia war nicht, wie ihr Vater vielleicht annahm, noch unberührt, daher wusste sie ganz genau, was sie zu tun hatte, um dem Beobachter Erlösung zu verschaffen. Sie tauchte ihren Körper komplett unter Wasser, um kurze Zeit später wieder aufzutauchen. Die Wassertropfen perlten an ihrer braunen Haut ab und glitzerten wie Diamanten.

Seiten: 1 2 3 4

Kommentar verfassen